WVZ 50 * hier klicken für größere Abbildung * Erschienen 1971/1972; Serigraphie in 31 Farben, davon 2 phosphoreszierend, mit Metallprägungen in 5 Farben; Blatt 490x670, Bild 415x588; Auflage 3000 numeriert 1-3000, davon 300 handschriftlich signiert und numeriert
Biographie des Künstlers: siehe hier weiter unten.
Beschreibung des Werkes: Man kann von diesem Blatt, dem siebten des Portfolios Hundertwassers Regentag, wohl ohne Übertreibung sagen, dass es zu den ausdruckstärksten, eindruckvollsten in Hundertwassers grafischem Oeuvre zählt. Das in einer Fülle von Assoziationen verschmolzene Frauenporträt, dessen seltsame Schönheit einerseits fasziniert, anderseits berührt, wird von Streifen geformt, die sich aus der zugrunde liegenden Spirale ergeben. Günter Dietz hat ganz Besonderes geleistet, um die Wirkung des gemalten Bildes zu erreichen, ja sogar zu übertreffen. Er hat die Farbauszüge, die in äußerster Präzision zusammenzudrucken sind, auf 29 Siebe gesteigert, er druckte verschiedene Metallprägungen und zwei phosphoreszierende Farben dazu, die im Dunkel Mund und Augen des Blattes aufleuchten lassen. Die Vorlage war mit Eitempera und Ölfarbe auf einer mit Kreide grundierten Aluminiumfolie gemalt worden, und der Siebdruck, für den der Künstler neun Transparentfolien für die Siebe neu gemalt hat, vermochte diese künstlerische Absicht noch wesentlich zu steigern. War das Gemälde im November 1969 in Rom entstanden, wo Hundertwasser der bulgarischen Schauspielerin Irina Maleewa nahegestanden war, der er diese Vision einer Erinnerung widmete, so war die Grafik nun weit darüber hinaus zu einem zeitlosen Bild der Sehnsucht und der Liebe, des Unvergänglichen in aller Vergänglichkeit geworden. |